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Jobmoter neue Energien
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 Davon könnten auch das Saarland und Ensdorf profitieren

Die Diskussion um den Neubau eines gigantischen Kohlekraftwerkes in Ensdorf hat es wieder deutlich gemacht: Trotz Klimawandel wird immer noch versucht, berechtigte Kritik an Unvernunftsprojekten mit der „Arbeitsplatzkeule“ zu zerstreuen. Jeder der gegen diese fragwürdige Ansiedlungspolitik der Landesregierung aufbegehrte, wurde in die Jobkiller-Ecke gestellt. Dabei finden die Jobwunder heute in ganz anderen Industrien statt, nämlich bei den Erneuerbaren Energien.

Angesichts steigender Energiepreise haben die Erneuerbaren Energieträger wie Sonne, Wind, Biomasse oder auch die Geothermie im wahrsten Sinne des Wortes Rückenwind. Das macht sich auch auf dem Arbeitsmarkt bemerkbar, vor allem dann, wenn lokale Politiker es verstehen, Investoren für einen Standort zu begeistern, die mit Köpfchen und der Technik von morgen unsere Energieversorgung sichern wollen.

Umwelt schafft Arbeit - und nicht ihre Zerstörung!

Statt auf die schleichende Zerstörung der Lebensgrundlagen nachfolgender Generationen, muss das Saarland daher auf die Schaffung zukunftssicherer Arbeitsplätze setzen: Umwelt schafft Arbeit und nicht ihre Zerstörung. Der Bundesverband Erneuerbare Energien (BEE) rechnet bis 2010 mit einem Zuwachs von bis zu 60.000 neuen Jobs. Hier könnte das Saarland im Ganzen und Ensdorf im Besonderen als Energiestandort auf gute Grundlagen aufbauen. Die Entwicklung und Produktion von Anlagen zur Energieerzeugung wären ein Sektor, indem man Fuß fassen muss. Dazu muss man Unternehmen, Institutionen und Forschungseinrichtungen zum Thema Klima und Energie vernetzen. Im Osten Deutschlands haben mehrere Regionen den Strukturwandel mit erneuerbaren Energien geschafft. Mehrere tausend Arbeitsplätze sind dort entstanden. Und: Für die kommenden fünf Jahre prognostiziert der Branchenverband BSW über 20.000 neue Industriearbeitsplätze in der Photovoltaikbranche in Deutschland.
Daran muss das Saarland partizipieren.

Stadtwerke sollen kooperieren

Eine Chance für das Saarland und vor allem für Ensdorf ist die Schaffung dezentraler Kraftwerkseinheiten. Da liegt die Zukunft und dafür wird das qualifizierte Fachpersonal aus Ensdorf und Umgebung gebraucht. Wenn die regionalen Stadtwerke sich von den Monopolisten lösen und wieder, möglicherweise im Verbund miteinander, kleine effiziente Kraftwerke bauen, entstehen neue Arbeitsplätze. Im übrigen wird in den kommenden Jahren auch das Handwerk von der Debatte um Klimawandel und Energiekosten profitieren. Wärmedämmung, Energieeffizienz und neue Energieerzeugungsarten auch für normale Haushalte werden dann auch Arbeit für viele tausend Menschen schaffen. Unsere saarländischen Politiker sollten das nicht wieder verschlafen.



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