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Wendestelle am Kraftwerk
Keine Fakten schaffen!

Weiter wachsam bleiben und dafür sorgen, dass der Wille der Bürger
nicht unter die Räder kommt.


Im November 2007 haben die Ensdorfer mit überwältigender Mehrheit gegen den Bau einer Schiffsentladestelle gestimmt und damit das geplante Großkraftwerk zu Fall gebracht. Jetzt geht wieder die Angst um, dass VSE und RWE versuchen, die Kohlekrise zu nutzen, um doch noch zu einem Hafen zu kommen, der auch ein neues Großkraftwerk mit Importkohle versorgen könnte. Verantwortliche aus Kraftwerk und Gemeinde haben argumentiert, man brauche einen größeren Hafen, um das bestehende Kraftwerk mit Kohle zu versorgen und so Arbeitsplätze zu sichern. VSE-Chef Hartmann hingegen sagte jetzt im SR deutlich, man benötige den Hafen nicht unbedingt, um das bestehende Kraftwerk zu versorgen. Wem soll man jetzt glauben? Fakt ist: Der Bau einer riesigen Schiffsentladestelle macht keinen Sinn, wenn es nicht weitergehende Pläne für den Standort gibt. Bevor jetzt ein Beschluss gefasst wird, den man unter Umständen später bitter bereut, müssen RWE und VSE klar sagen, was in Ensdorf nach der Abschaltung des alten Kraftwerks 2012 geplant ist. Die Kohleversorgung des jetzigen Kraftwerks ist doch bereits heute auf dem Schienen- und auch dem Wasserweg gesichert. Das bedeutet auch, dass der geplante Hafen wieder alle Möglichkeiten für ein Großkraftwerk eröffnet.

Verträge kann man aufheben

Auch wenn der Gemeinderat ein Kraftwerk „wie es 2007 geplant war“ vertraglich ausschließen will, bleibt Unsicherheit. Was ist, wenn RWE mit einem 1200 MW- oder einem 800 MW-Kraftwerk kommt? Verträge kann man zudem aufheben. Deshalb lautet die Forderung: Respektiert das Ergebnis der Bürgerbefragung ohne wenn und aber. Und für die Bürger heißt das: Wachsam bleiben!